Es war die Zeit, als die Bühnendekos der TV-Shows mit scheinbar mehr Fernsehern ausgestattet waren als die Haushalte der gesamten (westdeutschen) Bundesbevölkerung.
Man sah „Na sowas“, „Formel 1“ oder die „Hitparade“ mit Viktor Worms. Man hörte Kylie Minogue, Sandra und Depeche Mode und schwärmte für Boris Becker. In diese Szenerie wurde ein Kinderstar geboren, dessen Hits die 80er-Generation so selbst-verständlich begleiten sollten wie der Golf II oder der Denver Clan: Nicki.
Wenn man ihren Namen hört oder liest, dann stets mit dem immergleichen Zusatz: „Das bayrische Cowgirl“. Dabei braucht es diese Erklärung eigentlich nicht: Nicki kennt quasi jeder in Deutschland, Österreich und der Schweiz – auch und gerade über die bayerischen Landesgrenzen hinaus.
Und irgendwie stimmt sie auch nicht mehr: Die Cowgirl-Zeiten sind vorbei – mittlerweile ist die Plattlingerin 42 und selbst Mutter zweier „bayrischer Cowgirls“. Doch auch wenn Nicki längst erwachsen geworden ist, ist sie doch immer noch genauso, wie man sie kennt: Quirlig, freundlich und immer gut gelaunt.
So wie man sie schon als Teenager kannte, als „Wegen dir“, „I wär am liabsten mit dir ganz alloa“ und „Wenn i mit dir tanz“ zum offiziellen „Bayerischen Kulturgut“ avancierten. Ende der 90er Jahre sagte sie dem Musikgeschäft „Servus“, weil sie sich nach der langjährigen Showkarriere nach einem Familienleben sehnte.
Mit ihrem Lebensgefährten und ihren zwei Töchtern wurde dieser Wunsch Wirklichkeit. |